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23. Februar 2009

Lehnheim wurde erstmals im Jahre 800 in der Chronik des Klosters Hersfeld erwähnt. Im Mittelalter lag das Dorf an einer der wichtigsten Handelsstraßen "durch die kurzen Hessen", welche von Mainz kommend über Frankfurt, Gießen und Kassel nach Norden führte. Lehnheim gehörte laut dem Grünberger Saalbuch von 1589 zum Amt Merlau. Im Jahre 1874 kam Lehnheim mit der Auflösung des Kreises Grünberg zum Landkreis Alsfeld.

Die folgenden Jahre waren von hoher Arbeitslosigkeit geprägt. Ganze Familien wanderten nach Frankreich aus und arbeiteten als Straßenkehrer in Paris. Erste Auswirkungen der Industrialisierung Deutschlands waren erst durch den Eisenbahnbau 1868 bis 1870 in Lehnheim spürbar. Um die Jahrhundertwende hob sich mit dem Eisenerzabbau in den nahe gelegenen Gruben auch der Wohlstand langsam an. Mit dem Bau der Wasserleitung im Jahre 1908 und dem Bau des elektrischen Ortsnetzes 1922 wurde das Leben für die Bürger angenehmer und moderner.

Bereits im Jahr 1783 wurde in Lehnheim die erste Schule gebaut. Ein neues Schulhaus wurde in den Jahre 1953/54 erbaut und mit einem großen Fest seiner Bestimmung übergeben. Dieses Gebäude beherbergt heute den städtischen Kindergarten, wobei bereits 1936 in Lehnheim ein Ganztagskindergarten existierte.

 

Durch seinen Bahnanschluss und Nähe zur Autobahn liegt Lehnheim verkehrsgünstig und garantiert seinen Einwohner Mobilität.

In den Jahren 1950-57 wurden ca. 10 ha Gemeindewald benötigt um den riesigen Tagebau des Erzbergwerkes der Grube Otto zu betreiben.

Eine rege Vereinstätigkeit gestaltet das kulturelle Leben des Ortes maßgeblich mit. Neben dem Sportverein und der Feuerwehr halten die Landfrauen, der Obst- und Gartenbauverein u.v.m. auch die alten Traditionen, wie z.B. den Strohbär zu Fasching, am Leben.

In den letzten 25 Jahren wurde in Lehnheim sehr viel für die Verbesserung des Ortsbildes getan. Angespornt von großen Erfolgen im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden", und der Teilnahme am Bundeswettbewerb, hat die Bevölkerung mit sehr viel Engagement immer mehr Plätze des Dorfes liebevoll gestaltet. Im Rahmen der Dorferneuerung in den Jahren 1990 - 1998 konnten viele öffentliche und private Baumaßnahmen durch Fördermittel realisiert werden.

Seit 1972 ist Lehnheim ein Stadtteil von Grünberg im Kreis Giessen.

Die Einwohnerzahl Lehnheims ist von ehemals 340 auf mittlerweile ca. 810 angewachsen. Lehnheim war schon immer ein aufstrebendes Dorf - so soll es auch in Zukunft bleiben.

 

bulletErsterwähnung im Jahre 800 in der Chronik des Klosters Hersfeld 
bullet 1484 Tagung des Kaiserlichen Schiedsgerichtes in Lehnheim 
bullet 1874 Auflösung des Kreis Grünberg, Lehnheim kam in den Kreis Alsfeld 
bullet 1908 Aufbau einer Wasserversorgung mit Nachbargemeinden 
bullet 1922 Aufbau eines elektrischen Stromnetzes 
bullet 1926 Neubau einer Schule 
bullet 1946 Einweihung des neuen Bahnhofes 
bullet 1952 Neubau einer zweiten Schule (heutige Kindergaren) 
bullet 1956 Umbau des ehemaligen Dorfteiches zum Ehrendenkmal 
bullet 1958 Neubau des Löschwasserteiches am Tannenköppel 
bullet 1959 Bau eines Gefrierhauses 
bullet 1964 Neubau einer geschl. Löschwasser-Zisterne gegenüber der alten Schule 
bullet 1969 Ausbau des Sportplatzes 
bullet 1970 Verbreiterung und Erneuerung der Ortsdurchfahrt 
bullet 1970 Neubau des Feuerwehrgerätehauses 
bullet 1971 Einweihung des Kirchenneubaues 
bullet 1972 Eingemeindung zur Stadt Grünberg 
bullet 1981 Einweihung des neuen Dorfgemeinschaftshauses 
bullet 1982 Abriss des Bahnhofsgebäudes 

 

 

      

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